ruegen-highlights.de

Rügen von Kap bis Kreide

Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Insel, nach Himmelsrichtung geordnet. Jede Zahl auf dieser Seite ist mit einer Quelle belegt.

Öffnungszeiten, Eintrittspreise und Fahrpläne ändern sich. Bitte prüfe sie vor deinem Besuch beim jeweiligen Betreiber.

Der Norden

Halbinsel Wittow, Gemeinde Putgarten

Kap Arkona

Am nördlichsten Punkt Rügens fällt ein Steilufer aus Kreide und Geschiebemergel zur Ostsee ab. Auf engem Raum stehen hier zwei Leuchttürme und ein Peilturm. An der äußersten Spitze lag die Jaromarsburg, einer slawischen Tempelburg. Weil das Kliff immer wieder abbricht, ist von ihr heute vor allem der Wall zu sehen.

Steilufer
ca. 43 m hoch
Alter Leuchtturm
1826/27 erbaut, oft Schinkel zugeschrieben (umstritten)
Neuer Leuchtturm
1901/02 erbaut, 35 m hoch, seit 1905 in Betrieb
Peilturm
1927 aus Backstein errichtet
Jaromarsburg
Kultstätte der Ranen für den Gott Swantewit, 1168 vom dänischen König Waldemar I. erobert

Quellen: Wikipedia: Kap Arkona, Wikipedia: Cape Arkona Lighthouses

Fischerdorf Vitt

Das kleine Fischerdorf Vitt gehört wie das Kap zur Gemeinde Putgarten. Zwischen Arkona und Vitt führt die Veilchentreppe hinunter an den Strand. Von Putgarten aus fährt die Kap-Arkona-Bahn sowohl zum Kap als auch nach Vitt.

Quelle: Wikipedia: Kap Arkona

Jasmund

Nordosten, zwischen Sassnitz und Lohme

Königsstuhl und Nationalpark Jasmund

Der Kreidefelsen Königsstuhl liegt im Nationalpark Jasmund, dem kleinsten Nationalpark Deutschlands, etwa sieben Kilometer nördlich von Sassnitz. Seit 2023 gibt es dort einen Skywalk als Aussichtsplattform. Hinter der Küste wachsen alte Buchenwälder, von denen ein Teil zum UNESCO-Welterbe gehört.

Königsstuhl
118 m über Normalhöhennull
Skywalk
eröffnet 2023
Nationalpark
gegründet am 12. September 1990, 3.003 ha
Welterbe
seit 25. Juni 2011, 493 ha Buchenwald im Herzen des Parks
Höchster Punkt
Piekberg, 161 m

Quellen: Wikipedia: Königsstuhl, Wikipedia: Nationalpark Jasmund, Nationalpark Jasmund, Nationalpark-Zentrum Königsstuhl

Die Ostküste

Von der Prorer Wiek bis zum Mönchgut

Prora und das Dokumentationszentrum

In den 1930er-Jahren ließ die NS-Organisation „Kraft durch Freude“ hier ein riesiges Seebad bauen, das 20.000 Urlauber gleichzeitig aufnehmen sollte. Die Anlage ist bis heute als „Koloss von Rügen“ bekannt. Das Dokumentationszentrum Prora erklärt in der Dauerausstellung „MACHTUrlaub“, wofür die Anlage gedacht war.

Bauzeit
1936 bis 1939
Länge
etwa 4,7 km
Dokumentationszentrum
gegründet 2000, Block III, Dritte Straße 4, 18609 Prora

Quelle: Dokumentationszentrum Prora

Baumwipfelpfad im Naturerbe Zentrum Rügen

Bei Prora führt ein Pfad durch die Kronen des Buchenwaldes und endet an einem Aussichtsturm, dem „Adlerhorst“. Von oben reicht der Blick über die Prorer Wiek.

Pfad
1.250 m Gesamtlänge
Aussichtsturm
40 m hoch
Eröffnet
2013

Quelle: DBU-Pressemitteilung zum 10-jährigen Bestehen (Juni 2023)

Seebrücke Binz

Die heutige Seebrücke des Ostseebads Binz wurde Mitte der 1990er-Jahre eingeweiht.

Länge
370 m
Eingeweiht
21. Mai 1994

Quelle: Wikipedia: Seebrücke Binz

Jagdschloss Granitz

In der Granitz ließ sich Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus ein Jagdschloss bauen. Herzstück ist der Mittelturm, in dem eine gusseiserne Wendeltreppe nach oben führt. Heute ist das Schloss ein Museum.

Bauzeit
1838 bis 1846
Architekt
Johann Gottfried Steinmeyer, Mittelturm nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel
Mittelturm
38 m hoch, 154 gusseiserne Stufen

Quelle: Wikipedia: Granitz Hunting Lodge

Seebrücke Sellin

Die erste Selliner Seebrücke entstand 1906. Nach der Schließung 1978 wurde sie in ihrer historischen Gestalt von 1927 rekonstruiert und 1998 feierlich wiedereröffnet.

Länge
394 m
Erste Brücke
1906
Geschlossen
1978
Wiedereröffnet
1998

Quelle: Ostseebad Sellin

Der Süden

Rund um Putbus

Putbus und der Circus

Putbus wurde als Residenzstadt im klassizistischen Stil geplant. Mittelpunkt ist der Circus, ein runder Platz, an dem alle Straßen zusammenlaufen und den weiße Häuser säumen. Daher der Beiname „Weiße Stadt“. Weil Hauskäufer Rosen vor ihre Häuser pflanzen sollten, heißt Putbus auch „Rosenstadt“.

Gegründet
1810 durch Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus
Circus
ab etwa 1828 angelegt, um 1845 weitgehend fertig

Quelle: Wikipedia: Putbus

Rasender Roland

„Rasender Roland“ nennt der Volksmund die Schmalspurbahn von Putbus über Binz und Sellin nach Göhren. Sie wurde in drei Abschnitten eröffnet und wird heute von der Rügenschen Bäderbahn betrieben.

Strecke
Putbus bis Göhren, 24,1 km
Spurweite
750 mm
Eröffnet
1895 bis Binz, 1896 bis Sellin, 1899 bis Göhren

Quelle: Wikipedia: Rügensche Kleinbahn